Chronik der Stadt Reichenberg: 2. Feber 1914

Die k.k. Tabakhaupttraffik, welche sich vormals in dem alten Markthause NC. 180/1, auf der Stelle, wo jetzt das Rathaus steht, befand, in späterer zeit auch in dem Hause NC. 2/2 und zuletzt un d nr. 4/2, untergebracht war, wird dem Inhaber Rudolf Hawel in das Haus NC. 184/1. verlegt.

Chronik der Stadt Reichenberg: 2- 24. Feber 1914

Das Stadtverordnetenkollegium genehmigt die Satzungen und den Unterrichtsplan der Akademie für Selbstverwaltung. Das Stdtverordnetenkollegium widmet den an der Langen Straße und Wallstattgasse gelegenen städtischen Grund für die Schule am Kranich. Die Erbauerin der Kirche am St. Johannisstein, Maria Pauline von Liebieg, scheidet aus dem Leben.

Chronik der Stadt Reichenberg: 9. April 1914

Stadtrat und Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Asolf Schmidt stirbt im 58. Lebensjahr. An seinem Begräbnisse am 11. April beteiligten sich 1000 Feuerwehrmänner aus Reichenberg und Umgebung.

Chronik der Stadt Reichenberg: 8. Feber 1914

Der Stadtrat erhält die Mitteilung, dass ein Brigadegericht mit Arrest in Reichenberg errichtet wird. Es wird in einem Teile der ehemaligen Kaserne in der Laufergasse untergebracht werden.

Chronik der Stadt Reichenberg: 24. Feber 1914

Das Stadtverordnetenkollegium faßt eine Entschließung, gegen den Regierungsentwurf über die Änderung der Landesordnung, den Sprachengebrauch bei den autonomen Behörden und beim Postwesen.

Chronik der Stadt Reichenberg: 1. und 2. Feber 1914

Der Deutsche Gebirgsverein für das Jeschken- und Isergebirge und der Reichenberger Sportklub veranstalten auf der Jeschkenrodelbahn ein Wettrodeln um die Meisterschaft von Europa. Die Zahl der Besucher wird auf 30.000 geschätzt, wovon die Straßenbahn nach Ober-Hanichen allein 15.000 befördert. Die Europameiseterschaft erringt Rudolf Kauschka in Nieder-Hanichen.

Chronik der Stadt Reichenberg: 27. Jänner 1914

Das Stadtverordnetenkollegium stimmt den Bedingungen, welche die Stadtgemeinde Röchlitz für den Fall ihrer Eingemeindung gestellt hat, zu. Das Stadtverordnetenkollegium erteilt grundsätzlich die Bewilligung, daß vom Jahre 1914 an versuchsweise eine Akademie für Selbstverwaltung errichtet wird.